liebe, leise folgt mein schritt deinem schritt
ich sage das ticken unserer sanduhren ist leise
auf dem asphalt in der wüste
zwischen deinem atem und dem eines anderen
herrscht unendliche stille
unser einziges zelt dessen asche
wir noch immer nicht hinter uns streuten
unsere unermüdlichen augen
sie schlagen es auf nacht für nacht
kalte flügel des nachtpfauenauges
vorwärts immer vorwärts sie tragen, worte
sandkornleicht wandern sie in bibliotheken
durch sämtliche wüsten
und weiter noch als sie uns tragen
dürstet es uns
inmitten der städte der häfen
im innern unserer schritte ist vieles so leise
und die nächte nähen unsere augen
zu mit wimpern
fleckig von sternen und leicht wie die schiffe
und tausend schritte kalt ist unsere nacht
leichte wesen geformt aus alten archiven der meere
überfluten uns während wir uns auf
spüren zwischen den spürbar ineinander einrastenden
häuten zweier körper als feiner sand
rinnt uns das gesagte davon
längst sind die spuren unserer schritte
schweigsam verweht
ich sage der wind ist der herrscher über die wüste, leise
verzeihen wir einander selbst das dunkel der sprache
die dunkelheit die im innern der bücher wohnt
die andeutungen mit der sie schwerfällig
die stimme anhebt
die müde lyra stelle ich ihr entgegen
ihre stirn biete ich dir
auf unser ziel hin das graue zelt das
die fernen berge vor uns im boden verankert
verschreiben wir einander wort um wort
am fuße des silbernen sandkorns werden wir groß selbst
die sterne kann niemand mehr um uns schließen
Freitag, 9. Mai 2008
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