Montag, 21. Juli 2008

als ich meine gedanken aufnahm, war es bereits spät geworden, und wir lagen, ich ohne dich, müde am ufer eines sees, dass mir alles in meiner müdigkeit durcheinander geriet. die eltern waren fort, sie hatten eine große weiße fläche zurückgelassen, und als hätte sich mit dir die notwendigkeit einer berührung eingebrannt in meine augen, konnte ich dich ganz deutlich über oder unter mir erkennen. unter dem fenster rauschte, unsichtbar für uns hinter ein paar bäumen, der fluß durch ein wehr und das zimmer war eng und vollgestellt mit dünnen wänden. und dass sich euch ebenfalls eine berührung eingestellt hatte, ein streifen passphotos aus einem automaten, darauf ihr euch unkenntlich nähert wie zwei astronauten als scherenschnitte oder tonfolgen einer harmonie. dass ich mich also in meinen gedanken dir nachspürte, als sich mir dieses fremde empfinden nachvollzog, das mich damals bewogen haben mochte, dir nicht abzuweichen in meinen gedanken, mir keine blöße zu geben, dass es mir ganz notgedrungen so scheinen mußte, wir wären an diesem fluss gelegen und jenseits der dünnen wände habe man stimmen gehört, wir und der fluss und die nacht wiegte uns in einen rauschhaften schlaf. und unter dem bett stand die musikanlage und die cds, nach stimmungen geordnet; dead can dance lag aufgeklappt da. tod sein, dachte ich, fast schon schlafend, das wäre urlaub.

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