Dienstag, 15. Juli 2008

paloma. die eine stadt, die sie die schöne nannten. achtzehn stunden im auto, nahezu ununterbrochen, ein flug (wir sind dahin, sagst du) aber schließlich : vor jedem fenster schmiegte sich uns meer um die hände. das haus profitabel, könnte man sagen : grob, gelb und perforiert, büttenpapier. ich ziehe linien unter die dächer, wie segel nur fremdartig gespiegelt (fischleib). doch statt zu schreiben hängen kleine helle kleider (fledermäuse) an ihnen im wind. wie lichter. mit einer seltsamen genauigkeit gehe ich über die wege. überall von meinem zimmer aus überblicke ich den golf von tarent, die großartige weite, die mir deine bekanntschaft ermöglicht. philemon und baukis, sie winken vom kleinen hafen herauf zu mir, weiß wie zwei hungrige ziegen. die ganze fahrt für das erreichen eines ortes, an dem wir gemeinsam glauben, ruhen zu können. ich male dir was ich sehe und was ich nicht sehe, schweige nein folge dir durch das haus. jeder kann sich mit seinem los zufrieden geben. die rosenbüsche singen am fenster.

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