Sonntag, 27. Juli 2008

wie jeder sinn mich trifft, so geht er auch. ein steinwurf gegen eine scheibe, das gesehene, getroffene, das mit dem ungesehenen identisch wird, weil ich das betrachtete schon nicht mehr sehe. oder der klang, der sich als nadel über das papier kratzt, auf dem geschrieben steht: je größer der hunger, desto leichter ist er zu befriedigen. ich bewege indes meinen arm, und mit der melodie geschieht etwas, mit der schrift, das ich nicht beeinflussen kann; den rhythmus erfahre ich als eingebrannt in eine cd, ich bin nur die tänzerin. ich bin in position. ich achte und achte selbst noch auf das achten. wie sich das wahrgenommene nun in das fleisch einschreibt, wie das fleisch selbst zu einem eigenen, unhörbaren lied wird, inspiriert von einer struktur; oder wie sich die blume ihres schoßes öffnet und in diesem genuss der außenwelt bereits ein keim verborgen liegt, der eine pflanze oder eine frucht von schmerz hervorbringt (der Weise freut daran sich nicht). es ist also die grenze, auf der alles beruht, die grenze, die uns situiert, also ist es keine wahrheit, dass der hunger geht und der hunger bleibt, dass nicht die hand fühlt, und die trauer leichteste gerüche überdeckt als wären sie nicht da. alles wird zu nacht und jemand erwidert, nein, sir, sie müssen sich irren, elektronische musik war mal neu, utopisch und unschuldig. ob er auch sieht, hört, fühlt und riecht, ob er auch ißt, geht, atmet, schläft; ob er auch spricht, entleert, ergreift, die augen öffnet oder schließt. wenn die augen pferde sind. wenn die ohren pferde sind. wenn die zunge die nase pferde sind. wenn die hände pferde sind. wenn zwei liebende zwei pferde sind, dann fliege ich darüber hinaus.

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