Samstag, 26. Juli 2008

es war eine seltsame verkehrung unser gehen, unser abdriften, dreikopf
die unangenehme verränkung, verankerung, als wir uns voneinander los
sagten, als wir einander das wort entzogen, die vorschriften
änderten, die wagemutigsten zuerst. der hafen von kyleakin
war um diese zeit menschenleer. zwei ebenfalls leere laternen
liefen den betonsteg hinauf, blieben an einem geländer stehen, vor einer
leinwand aus schwarz, in der ein leerer eimer farbe an irgendetwas
anschlug. weiter vorne warf eine ruine steine in das loch
(um es zu versenken). hierher hatte sich also der frieden verzogen.

später, als wir uns in den schlaf schwiegen, die köpfe unter flügeln
aus kissen flatternd, drehten die satelliten erst richtig auf
als wollten sie sich versichern, dass funkstille herrschte. aus
der heizung pumpte jemand einen unruhigen traum nach dem anderen, dann
dämmte es die dämmerung, dann der morgen. wir würden wahrscheinlich eingehen
dachte wir, mit den vielen beinen, den haarrissen, den ab
hängigkeiten. dass wir einander nicht einfach bedeuten konnten, wie
bedeutungsvoll wir einander waren, die der einen, der der anderen, wir
drei zerschnitten zeit, bis kein stück mehr heil war. für uns

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