Freitag, 18. Juli 2008

may04

2 Kommentare:

maditha hat gesagt…

das haus deines mundes ist verlassen. klamm wie ein schmetterling sitzt er auf dem rand des butterfasses, auf der bettkante, das du deine heimat nennst; nur mein atmen segelt unter der bettdecke. wir haben es morgen und morgen. die heimkehr deiner augen bleibt, und mehr bleibt nicht, nur eine wage ahnung flügelleiser daunen. ich erinnere mich an dein haar, rosianna, und wie es auf dem kissen lag. bis heute hüte ich seine mulde, warte ich, dass dein haar zurückkehrt, deine ohren, muscheln und nasenflügel. ich will wieder ganz werden. du musst mich heil mach, rosianna. und nicht nur in diesem schlaf. den flaum deiner kleider bewahre ich in einem glas, daraus will ich ein haus für uns spinnen, rosianna. damit unsere bäuche eine neue heimat haben und unsere füße einen neuen grund uns namen zu geben.

otis hat gesagt…

mutter hatte viele hasen. ich sah sie oft fahnen schwenken, des nachts wenn sie ihr leben /bemitleideten. zwei türme (tours) die sich von ferne gelegentlich wie wolkenmuster zeichen tauschten. ein anderes winkelmaß erfunden. (mutter sagt, WIR hätten einen hasen im garten, er säße da jeden morgen mit hoch erhobenen ohren, ornamenten, und sie hätte hände, nicht gewaschene hände, bevor sie ihn gestreichelt habe usw.) der fuchsbandwurm an den brombeersträuchern hinter dem bahnhof, wo das licht auf das boot fällt obwohl meilenweit kein wasser aber nachts kommen sie, hängen sich an die reeling, stürzen sich in den hasen, die fahnen, ich kann mich gar nicht sattsehen, sagt elisa. und ich hocke frierend vor dem feuer deines auges.