Mittwoch, 16. Juli 2008

auf der heimfahrt geschah es : die nachtmitte, da die welt sich noch einmal teilt oder entscheidet, den überschlag zu wagen. sonntags das treffen nahezu aller menschen unter dem großen vorhang, diese vorbereitungen, konzentration, überall spürbar, auf kommende tage. viel spaß am gelingen, oder : wie spaß denn gelingen könne, fragt britta. sie gesteht unter tränen, dass sie noch immer sich bemühe, wie der marmorlöwe, sagt sie, neben den schellackstufen, unter dem portal, nahe den tram-schienen, doch er komme nicht vom platz, komme einfach nicht von seinem sockel. derweil ich mich zusammengerollt habe, zum herzspagat. nachts ist es eine schwarze blüte unter der nacht, all die baumartigen blütenblätter, ringsum. ihr name rauscht an mir vorbei. dann ein zweiter name. vielleicht hast du den großen himmel berührt vielleicht / hast du ihn nur gefunden. wie jeden sommer fürchte ich jeden morgen meine haare zu verlieren, in großen mengen brechen sie ab, die spitzen, bis das porzellan, das waschbecken, durchschimmert. dass mein leben an seiner spitze irgendwie abbricht und sie mir in der metro begegnet oder wie die unterwelt hier heißt, als hätte sie augen für anderes, das buch, das sie liest, ganz zerlesen. bassgewitter, dein tanzstil, dein umblättern, meine sich angleichenden bewegungen zu deinem temperament (temperaturäquivalent), wenn du mich anschaust, angewitterst, stumm also wetterleuchten vor den fenstern. warum sind deine lippen so grellrot geschminkt. zwischen uns viele nachtschattengewächse.

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